Bahia et son histoire


1549 legen die portugiesischen Karavellen unter der Führung von Tomé de Souza in Bahia an.

In Anbetracht der Reichtümer, die dieses Land bietet und des Mangels an Arbeitskräften, um es zu bewirtschaften und diese Schätze zu erschließen, verschleppen die Portugiesen nach und nach Millionen von Sklaven aus dem Golf von Guinea und Angola. Dem Mutterkontinent entrissen, geben die Afrikaner dennoch ihren Glauben und die damit verbundenen religiösen Rituale nicht auf. Ganz im Gegenteil. Der Herzschlag des schwarzen Kontinents ist in allen Ritualen der Sklaven, die verborgen hinter dem Schleier der ihnen auferlegten christlichen Heiligenverehrung zelebriert werden, zu spüren. Der Candomblé ist geboren.

Als 1888 die Sklaverei in Brasilien abgeschafft wird, ist Bahia zu einem kulturellen Schmelztiegel geworden, wo sich Europäer, Indianer und Afrikaner tummeln. „São Salvador da Bahia de Todos os Santos“ ist auch heute noch die afrikanischste Stadt des Landes.

80 % der Einwohner sind afrikanischer Herkunft und ihre religiösen Riten verleihen dem „schwarzen Rom“ seine ganz eigene Atmosphäre von Leidenschaft und Inbrunst. Die Naturreligion Candomblé, die allen offen steht, ist ein gelungenes Beispiel religiöser Durchmischung, wie man sie in dieser Form nur in Bahia vorfindet.