Pousada La Villa Bahia - unser Konzept
Man finde zwei aneinander grenzende Kolonialgebäude aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die im "Pelourinho", dem historischen Stadtviertel von Salvador da Bahia, liegen, und füge einen außergewöhnlichen Gastgeber hinzu:
Bruno Guinard, der über ein umfangreiches Wissen im Bereich der Anthropologie, der Geschichte und der Botanik verfügt und ein leidenschaftlicher Kenner der Kultur, der Künste und der Traditionen
Lateinamerikas ist. Das Ganze wird mit etwas Architektur gewürzt und einer gekonnten Innendekoration abgeschmeckt.
Es bedarf viel Geduld und eine Zeitspanne von zwei Jahren, um zu einem Resultat zu gelangen, das sich sehen lassen kann: der Villa Bahia.
Lokales Engagement
- Das Personal kommt aus Bahia und besteht aus etwa 30 Personen, die fast alle in der Villa Bahia ausgebildet wurden.
- Die Villa Bahia praktiziert Mülltrennung, wobei alle wieder verwertbaren Abfälle zu einer Kooperative (einer örtlichen Nichtregierungsorganisation) gebracht werden, die die verschiedenen Materialen aufbereitet und weiter verkauft. Das dadurch erwirtschaftete Geld kommt unmittelbar 15 sozial benachteiligten Personen zugute, doch die Kooperative kümmert sich um annähernd 4500 Personen in verschiedenen Bereichen. Mit ihrem beispielhaften Umgang hinsichtlich der Müllverwertung leistet die Villa Bahia einen wichtigen Beitrag zur Einführung eines Mülltrennungsprojekts im ganzen historischen Zentrum. Darüber hinaus beteiligt sie sich an verschiedenen sozialen Arbeitsgruppen im Stadtviertel und fördert Projekte zur Eingliederung von Obdachlosen und zur Ausbildung von Straßenhändlern.
- Die Kleidung des Personals wurde von einer Studentengruppe der Modeschule von Salvador entworfen, und die Schnitte wurden vom Atelier der Schule maßgefertigt. Die Kleidung und das Briefpapier greifen die "Carta de Pêro Vaz de Caminha" auf, ein Schreiben an den König von Portugal, das die Entdeckung von Brasilien ankündigt und den Grundstein für die Gründung Brasiliens legt.
- Die Armaturen, Badewannen und Waschbecken aus Metall sowie die schmiedeeisernen Geländer stammen von "O Velhão", einer Gemeinschaft von Schrotthändlern aus einer Favela bei São Paulo. Diese Gemeinschaft sammelt alte Metallgegenstände und verkauft sie nach ihrer Restaurierung vor Ort weiter. Dank dieser Einkünfte ernährt "O Velhão" 300 Personen, finanziert eine Krippe und eine Krankenstation.
- Eine Frauenvereinigung hat einen Großteil der Bettüberwürfe gewebt. Die Möbel und Gegenstände aus Holz wurden von der Werkstatt "Oficina de Agosto" maßgefertigt, die sich mit der Wiederverwertung gebrauchter Gegenstände, der Nachbildung antiker Stücke und der Herstellung von Dekorationsgegenständen befasst. Die "Oficina de Agosto" ernährt mehr als 800 Personen.